TS 8 - Anwenderbericht: Haas Waffel- und Keksanlagen
Qualität und Hygiene für ungetrübten Genuss Ob Cremewaffeln oder Waffelröllchen, Eistüte oder Hohlhippe, Käsecracker oder Salzstange, Marshmallows oder Swiss Rolls: Waffeln, Keks und Knabbergebäck werden in tausenden Variationen für den privaten Konsum und für die Gastronomie industriell hergestellt. Viele davon auf Maschinen des führenden Herstellers Franz Haas Waffel- und Keksanlagen-Industrie GmbH mit Sitz in Leobendorf. Teil dieser hoch automatisierten Fertigungsanlagen für Kleingebäck sind Rittal-TS8-Schränke.
Qualität und Hygiene Tradition ist bei der international tätigen Firmengruppe groß geschrieben: Bereits 1905 gründete Josef Haas, der Großvater der heutigen Vorstandsmitglieder, in Wien-Floridsdorf eine Schlosserei, die er 1933 an seinen Sohn Franz weitergab. Der war es auch, der 1948 die erste Waffel-Backmaschine konstruierte und mit Ehefrau -Maria 1966 ein eigenes Unternehmen unter seinem Namen gründete. Heute leiten Margarete Jiraschek (geb. Haas) sowie Johann und Josef Haas den hochmodernen und in der Lebensmittelindustrie hervorragend etablierten Leitbetrieb, und mit Josef und Johannes Haas sowie Stefan Jiraschek ist auch die vierte Generation in verantwortlichen Positionen am erfolgreichen Weg des Unternehmens beteiligt.
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Als Leiter der Elektrotechnik weiß Ing. Martin Kopf, dass bei Maschinen für die Lebens-mittelindustrie nur die ständige Weiterentwicklung mit intelligenten Automatisierungskonzepten den Kundennutzen dauerhaft sichert und den Abstand zum Mitbewerb wahrt. |
Innovation mit Tradition
Bereits seit Oktober 1988 ist Ing. Martin Kopf Leiter der Elektrotechnik: „Immer schnellere Maschinen in der Lebensmittelindustrie setzen intelligente Automatisierungskonzepte voraus“, beschreibt er die Herausforderungen an die technische Innovationskraft des Unternehmens. Diese besteht auch darin, den technologischen Abstand zu Nachahmern aus Billiglohnländern zu wahren.
Dazu gehört die Optimierung der Ergebnisse nicht nur maschinenseitig, sondern auch lebensmitteltechnologisch. Daher suchen firmeneigene Forschungszentren permanent nach Möglichkeiten zur Steigerung von Herstellungseffizienz und Produktqualität. Mehr als 400 Patente dokumentieren nicht nur die Innovativität der Firmengruppe, sondern fließen auch in die Projektierung neuer Anlagen ein. „Innovation und Tradition sind die Werte, die Haas und seinen Kunden die Zukunft sichern“, sagt Dipl.Ing. Erich Koletnik, Leiter der Forschung und Entwicklung.
Weltweit nah am Kunden
„Durch lokale Präsenz können wir intensiv auf die Wünsche der Kunden eingehen, ihnen maßgeschneiderte Lösungen anbieten und zu ihrem Erfolg beitragen“, sagt Ing. Mag. Josef Haas jun., Leiter Vertrieb/Tochterfirmen. Dazu gehört neben der Marktkenntnis der Tochterunternehmen in sieben Ländern Europas, Asiens, Nord- und Südamerikas die kundenspezifische Projektierung und Konstruktion der Anlagen unter weitgehender Verwendung von Standardbaueinheiten zur Sicherung von Standhaftigkeit und Qualität im oft jahrzehntelangen Einsatz.
Wesentliche Kriterien sind dabei neben der Kapazität und Funktionalität vor allem Sicherheit, Bedienungsfreundlichkeit und Hygiene. Bezüglich Arbeitsschutz und Hygiene werden Haas-Maschinen so ausgelegt, dass nicht nur die örtlichen Bestimmungen erfüllt werden, sondern im Zweifel die international strengsten Vorschriften.
Um diese Anforderungen zu erfüllen, geht Haas im Schaltschrankbau kein Risiko ein. „Seit über 20 Jahren setzen wir bei Anreih- oder Einzelschränken, aber auch bei Klemmkästen auf die international anerkannte Qualität von Rittal“, berichtet Ing. Martin Kopf, der einen Trend zu „hygienic design“ ortet: „Waren schon bisher aus Gründen der Hygiene die maschinennahen Kästen in Edelstahl ausgeführt, wird diese Ausführung in letzter Zeit immer mehr auch für die nicht unmittelbar an der Maschine stehenden Großschränke verlangt.“ Aktuell werden bereits über 20 % der 200 jährlich verbauten TS8-Schaltschränke in Nirosta ausgeführt, Tendenz steigend.
Hygiene und weltweite Verfügbarkeit
„Neben der wahlweisen Erhältlichkeit der selben Schrankgeometrie in lackierter oder rostfreier Ausführung ist für uns die weltweite Verfügbarkeit des Zubehörs ein we- sentliches Kriterium“, setzt Ing. Martin Kopf fort. Das verwundert nicht, denn Haas hat bei einem Exportanteil von 95 – 98 % einen weltweiten Marktanteil bei Produktionsmaschinen für Flachwaffeln von 60 %. Da ist es für Haas-Kunden hilfreich, beispielsweise Schranklüfter oder Klima-geräte direkt im jeweiligen Land beziehen zu können.
Zum Einsatz kommen in erster Linie TS8- Anreihschränke unterschiedlicher Breite mit 1.800 mm Höhe und 400 mm Tiefe, die unter anderem die gesamte Maschi-nensteuerung, aber auch die Frequenzumrichter für die Antriebstechnik aufnehmen. Auch die Pneumatik ist aus hygienischen Gründen überwiegend in den Rittal-Schränken untergebracht, die zum Großteil von den Haas-Werken in der ganzen Welt lokal beschafft werden.
Logistik wichtig für Auftragserfüllung
„Immer kürzer werdende Durchlaufzeiten in der Anlagenherstellung wirken sich auf die Anforderungen an die Verfügbarkeit der verwendeten Bauteile aus“, sagt Ing. Martin Kopf. „Bei Elektro-Komponenten verlangen wir einen auftragsbezogenen Beschaffungsprozess von maximal zwei Wochen.“ Vom Anreihsystem über die Stromverteilung bis zu Schaltschrank-leuchten, Pulten, Lüftern und Klimageräten setzt Haas ausschließlich Originalzubehör von Rittal ein. Um bei einer Vielfalt von 3.000 Zubehörteilen die gewünschte Verfügbarkeit zu garantieren, bedient man sich am Standort Leobendorf aus einem eigens eingerichteten Kommissionslager.
„Diese Zubehörvielfalt erhöht auch die Montagefreundlichkeit“, sagt Ing. Martin Kopf. „Dadurch muss ein Konstrukteur nicht al-les bis ins kleinste Detail ausarbeiten, der montierende Elektriker kann sich autonom aus der Zubehörpalette bedienen und das Montageergebnis optimieren.“ Auch die Stabilität ist für Haas ein Thema, denn die maximal fünf Meter breiten Schaltschrankbatterien werden voll bestückt liegend transportiert. Ing. Kopf: „Unsere Anlagen stehen oft jahrzehntelang irgendwo auf der Welt im Einsatz. Da ist es gut, in Rittal einen internationalen Partner zu haben, auf dessen Produktqualität und auf dessen Betreuungskompetenz wir uns verlassen können.“
Kontakt:
Franz Haas Waffel- und Keksanlagen-Industrie GmbH
Franz-Haas-Straße, 2100 Leobendorf Tel.: +43 2262 600-0, office@haas.com, www.haas.com
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| Haas Waffel- und Keksanlagen |
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Die seit 1905 bestehende Franz Haas Waffel- und Keksanlagen-Industrie GmbH stellt seit 1948 Maschinen zur industriellen Waffelerzeugung her. Seit 1975 befindet sich der Firmensitz in Leobendorf. Durch Gründungen von Tochterunternehmen in Brasilien, den USA, Singapur und China sowie die Übernahme von Hecrona Keksmaschinen, Mondomix und der GAM Steinhoff GesmbH entstand die international tätige Firmengruppe.
- Produkte: Waffelback-anlagen für Flach- und Hohlwaffeln, Hohlhippen, Weichwaffeln, gerollte und gegossene Eistüten; Keksbackanlagen für Hart- und Weichkekse, Crackers, Laugenprodukte und Kuchen sowie Belüftungssysteme für Backwaren und Füllungen, Süßwaren und Milchprodukte.
- Weltweite Tätigkeit mit lokaler Präsenz in sieben Ländern in Europa, Asien, Nord- und Südamerika, Exportanteil 95 – 98 %.
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| Technische Infos |
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Für seine Kleingebäck-Fertigungsanlagen setzt Franz Haas Waffel- und Keksanlagen-Industrie GmbH Rittal-Schaltschränke des Typs TS8 ein. In den bis zu fünf Meter breiten Schaltschrankbatterien sind neben der Steuerungs-elektronik und Antriebstechnik aus hygienischen Gründen auch Pneumatik-Komponenten untergebracht.
- Hauptprodukte sind anreihbare TS8-Schaltschränke in verschiedenen Breiten mit 800 bis 1.800 mm Höhe und 400 mm Tiefe.
- Neben der pulverbeschichteten Standardausführung wird bereits mehr als ein Fünftel der Schränke in Nirosta-Ausführung verbaut.
- 40 – 50 % der Schaltschränke sind klimatisiert, vom Lüfter bis zum Sammelschienen-system wird ausschließlich Originalzubehör verwendet
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